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Workshop im Didaktikzentrum Ingolstadt

Am 02.11.2017 durfte ich im Didaktikzentrum Ingolstadt (DiZ) einen Workshop zum Thema Hörsaalspiele durchführen. Schon meine Vorbereitung wurde durch die Mitarbeiterinnen des DiZ in sehr angenehmer Weise unterstützt und diese Freundlichkeit fiel mir auch am Seminartag positiv auf. Das DiZ befindet sich in einem historischen Gebäude und ist technisch modern eingerichtet. So bildet das Knarren der Dielen mit dem Summen des Beamers ein unauffälliges Duett, das aber nur bei Stille im Seminarraum zu hören ist. Von so ruhigen Momenten fehlte an diesem Tag jedoch jede leise Spur. Während ich beispielsweise die Möbel für das Partygame präparierte, flog mir eine geschlagene Stunde vor Beginn schon das fröhliche Hallo der ersten Teilnehmerin entgegen. Diese Stimmung übertrug sich später auf die gesamte Gruppe von etwa einem Dutzend Teilnehmenden und hielt den Seminartag über an.

Inhaltlich hatte ich einen Dreiklang aus Praxis – Theorie – Praxis vorbereitet und stellte zunächst erprobte Hörsaalspiele vor, die in der Gruppe angespielt wurden (KurzbeschreibungBeispielSpiele). Mein Vortrag mit theoretischen Grundlagen und bisherigen Untersuchungsergebnissen war eine gute Übung für mich, aber mit mehr als 30 Minuten fand ich den Teil zu lang (Theorieteil). Gute Übung deshalb, weil ich vor den Fragen einiger Teilnehmenden ziemlich aufgeregt war, aber dadurch erfahren konnte, was die Lehrenden an diesem Projekt interessiert.

Nach der Mittagspause (ja, es gab am Vormittag tatsächlich keine Pause, *hüstl*) erarbeiteten die Dozierenden auf der Grundlage der theoretischen Erkenntnisse eigene Hörsaalspiele. Die Ergebnisse der Arbeit in Kleingruppen sind eine Wucht:

  • Der Wald des Wissens ist ein Spiel zur Visualisierung von Prozessen anhand von Karten, deren Anordnung mit einem Digital Presenter dem Plenum zugänglich gemacht wird.

  • Das Spiel XXX-Champions nutzt das digitale Werkzeug Tweedback und die Smartphones der Studierenden zur Visualisierung von Ergebnisabfragen.

  • In der dritten Gruppe wurde gar ein semesterübergreifendes Konzept mit mehreren Spielen wie Quiz und Speed Dating sowie der Methode Marktplatz entwickelt).

Dem nicht genug liefen die Teilnehmenden in der Einzelarbeit mit ihren Ideen zur Höchstform auf:

  • Im Spiel Rasender Reporter verfassen die Studierenden Erfahrungsberichte im Stil einer Zeitung/Zeitschrift.

  • Das Spiel Inverted Tabu erfordert im Gegensatz zum Original die Nennung der Tabuwörter.
  • Beim klassischen Kreuzworträtsel sollen Fachbegriffe umschrieben und erkannt werden.
  • In Simulationsspielen stellen die Studierenden zB Spannungsprozesse dar.
  • Drei Ideen für Rollenspiele regen die Studierenden an, Themen sprachlich wie in Nachrichtensendungen aufzubereiten, Prozesse der Buchhaltung zu trainieren oder wie in einem virtuellen Abenteuerspiel Aufgaben als zB Wirtschaftsprüfer in Unternehmen zu erfüllen.
  • Quint(ett)essenz und ein Kartenspiel zur Visualisierung von Überblickswissen stellen Variationen des vorab entwickelten Spiels Wald des Wissens dar.

  • Viel Bewegung gibt es bei einem Zirkeltraining mit Wissensabfrage an etwa 20 Stationen und

  • in einer Variation von Jenga sollen die Studierenden den idealen Baustein herstellen.

Insgesamt war es eine ertragreiche Zeit und damit beim nächsten Mal die Profis nicht umfallen, sollte ich auf jeden Fall die Pausen nicht nur einplanen, sondern auch einhalten! Weitere Änderungen: Um in meinem Zeitplan zu bleiben, hatte ich die dritte Runde beim Speed Dating gestrichen, in der die Erfahrungen der Lehrenden mit Spielen in der Hochschule ausgetauscht werden sollten. Prompt kam die Frage danach auf… Bei der Gruppenarbeit wollte ich ursprünglich die Zusammensetzung zufällig bestimmen lassen. Die Teilnehmenden hatten aber das Bedürfnis nach gezielter, dh zB fachlicher Zusammenarbeit und die Ergebnisse zeigen, dass diese Einteilung in Ordnung war. Beim nächsten Mal werde ich eine Einverständniserklärung vorbereiten, um die Urheber der Ideen auch im Blog nennen zu dürfen. Für diesen Workshop versuche ich, das Einverständnis noch einzuholen und nachzutragen. Gespannt bin ich natürlich auf die Evaluation der Veranstaltung durch das DiZ und wenn es erlaubt ist, steht das auch bald an dieser Stelle. Fazit bis hierhin: Immer wieder gern!

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Hörsaalspiele an der TU Braunschweig

Sie haben es einfach drauf! Nach einer verregneten Fahrt in den stürmischen Norden und einer ruhelosen Nacht traf ich kurz vor Beginn des Workshops Oliver Tacke und Christian Spannagel, die auf mich erstaunlich entspannt und fröhlich wirkten. Olli organisierte bereits hingebungsvoll die Grundlage für eine angenehme Atmosphäre und zwar in der gleichen sorgfältigen Art, wie er bereits seit Wochen hervorragend alle anderen Vorbereitungen für diese Veranstaltung traf. Herzlichen Dank dafür! Christian präparierte inzwischen den Raum für das Party Game (spannend fand ich die Auflösung: Bis zum Schluss war nicht klar, welche Gruppe gewinnt. Erst der letzte Auftrag führte zu einem Unentschieden) und hatte tatsächlich noch die Nerven, sich über ein Wunderwerk der Technik zu freuen. Tut mir leid, ich muss hier raus! Weiterlesen

#GMW14

Die gute Nachricht zuerst: Der Kopf ist noch ‚dran! Insgesamt wurde die Jahrestagung Lernräume gestalten – Bildungskontexte vielfältig denken der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft an der PH Zürich vom 1. bis 4. September 2014 unter der organisatorischen Leitung von Klaus Rummler sogar viel besser, aufregender und spannender als ich vermutete. Dabei fing alles so fürchterlich an wie immer: Ich landete in einem Raum voller fremder Menschen und machte auf dem Absatz kehrt! Wieder draußen, sah ich schon von weitem Timo van Treeck. Er hat sich wohl etwas über meine überschwängliche Begrüßung gewundert. Aber das war mir in diesem Augenblick herzlich egal – ich hatte endlich einen Menschen gefunden, den ich, Twitter und Facebook sei Dank, kannte! Weiterlesen

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