Archive for the ‘Ergebnis’ Tag

13_IP_10_Doz_5: Das Lächeln der Kollegen

„Für mich ist es ein reines Zeitproblem“ (§112). Was verbirgt sich eigentlich genau hinter diesem Argument gegen den Einsatz von Hörsaalspielen?
Kontext. Die Interviewperson (IP) hält seit 40 Semestern Vorlesungen im Fach Zahnmedizin. Ihre Lehrveranstaltungen sind praxisbezogen und interaktiv unter Verwendung vielfältiger (digitaler) Medien. Weiterlesen

12_IP_9_Stud_5: Kleine Brüche in der Konzentration und das Spiel als Feedbackmöglichkeit

Manche Berichte über Abläufe von Lehrveranstaltungen machen mir als Lehrer ziemlich zu schaffen, zB dass Studierende ihre Fragen zur Vorlesung erst nach „eineinhalb Stunden sitzen und zuhören“ (§98) stellen dürfen oder die Lehrperson „nur da steht und von der Folie abliest“ (§32). Studierende merken Lehrenden offensichtlich an, „wenn es jemand ist, der diese Vorlesung auf Grund von Pflichterfüllungsgründen machen muss, weil er Lehre machen muss und darauf keine richtige Lust hat“ (§30). Weiterlesen

11_IP_8_Stud_4_nach_1: Keine Anstrengung – keine Spiele

Nehmen wir einmal an, es gäbe zwei Vorlesungstypen. Die „klassische“ Vorlesung, in der die Dozierenden 90 Minuten lang den Studierenden etwas vorlesen und die „aktivierende“ Vorlesung mit verschiedenen Aufgaben, die von den Studierenden einzeln, in Partnerarbeit oder Kleingruppen bearbeitet werden sollen. Zu welchem Typ Vorlesung gehört wohl dieser Satz der Interviewperson (IP): „Da brauche ich dann keine Spiele zur Auflockerung“? Weiterlesen

10_IP_7_Stud_3_nach_1: Ein guter Anfang für die Vorlesung

Das ganze Drama findet seinen Ausdruck in einem einzigen Satz: „Es wird ja alles inhaltlich vermittelt in den Vorlesungen“. Noch mehr Passivität als in klassischen Vorlesungen würde wohl schlicht Tod bedeuten. Das will ich natürlich nicht herausfinden und befragte deshalb die Interviewperson (IP) zu einer Vorlesung, in der die Fragen der Studierenden besprochen und Themen problemlösend betrachtet werden. Klar, „da findet dieses Inhalte vermitteln nicht mehr statt“! Wozu dann aber noch Hörsaalspiele in solch‘ einer Lehrveranstaltung einsetzen, wenn die Dozierenden dort eh schon studierendenzentriert arbeiten? Und warum, verdammte Hacke, muss die Vorlesung am Anfang (!) aufgelockert werden? Da ist doch noch gar nichts passiert? Weiterlesen

09_IP_6_Stud_2_nach_2: Sie waren mit Feuereifer dabei

Zack – die erste Theorie (hier) ist widerlegt! In der Durchführungsphase des Hörsaalspiels gab es „eine kleine Unterbrechung, als dann nochmal zehn Studierende oder so zu spät kamen. Ich nehme mal an, dass das […] auf Grund des Streiks war“. Tja, wenn die Öffis streiken, kann man ja froh sein, wenn dadurch nur ein Spiel unterbrochen wird. Für Außenstehende ist nicht erkennbar, was sich hinter der geschlossenen Hörsaalstür augenblicklich abspielt. Insofern müssen Störungen durch verspätetes Betreten des Hörsaals wohl generell einkalkuliert werden. Weiterlesen

08_IP_6_Stud_2_nach_1: Auflösung einer angstbehafteten Situation

Zurück zur Mathematik. Die Interviewperson (IP) studiert im siebten Semester (Lehramt) und hat sehr wenig Erfahrung mit Spielen in der Vorlesung (einmalige Teilnahme; große Gruppengröße mit 120 – 130 Studierenden). Das hindert sie jedoch nicht daran, kritisch die Vor- und Nachteile des Spiels abzuwägen. Sie spielt schließlich gern und oft ausschließlich digitale Spiele (ca. 30 Stunden pro Woche). Weiterlesen

07_IP_5_Stud_1_nach_1: Spiele im Spiel statt Vorlesungseffekt

Was sagen eigentlich Studierende zu Spielen in der Vorlesung und lassen sich Spiele außerhalb von Lehrveranstaltungen im Fach Mathematik einsetzen? Ich habe mit einer Interviewperson (IP) aus dem Studiengang Wirtschaft/ Ingenieurwesen, Fachrichtung Maschinenbau gesprochen. Die IP befindet sich im zehnten Semester und verfügt über sehr wenig Erfahrung mit Spielen in der Vorlesung (einmalige Teilnahme). Weiterlesen

06_IP_4_Doz_4: Undercover-Spieler

In der irrigen Annahme, es gäbe zwei Gruppen von Dozierenden, nämlich diejenigen, die Spiele in der Vorlesung einsetzen oder eben nicht, wollte ich im Gespräch mit der vierten Interviewperson (IP) herausfinden, warum sie keine Hörsaalspiele durchführt. Der Anfang lief auch ganz gut (oh, Lehrersprech für Drei minus), Weiterlesen

Vergleich Beobachtungsprotokolle: Huizinga auf der Spur

Mannmannmann! Die „Entdeckung“ der drei Phasen von Hörsaalspielen (hier) war ja schon ziemlich aufregend, aber der Vergleich der Beobachtungsprotokolle ist noch einmal eine ganz andere Hausnummer! In neun Beobachtungen (davon sieben mit Hörsaalspiel) gibt es nur zwei Gemeinsamkeiten: Das Fach (Mathematik) und das störungsfreie Verhalten der Studierenden während der Durchführungs- bzw. Spielphase der Hörsaalspiele. Weiterlesen

BP_9_VL_14: High Noon

Diese Vorlesung zur Mittagszeit mit weit über 100 Zuhörenden verlief methodisch sehr abwechslungreich und in ruhiger, fast schläfriger Atmosphäre. Das finde ich erstaunlich, weil viele der Studierenden oft durch essen, trinken, Handynutzung und Gespräche abgelenkt waren sowie insgesamt 22 Mal der Raum während der Lehrveranstaltung betreten oder verlassen wurde (s. Abb. 1). Erschien mir diese Zahl anfangs noch als sehr hoch, so ist sie „runtergerechnet“ auf eine Teilnehmerzahl von 20 Studierenden wohl eher im heutigen „Normalbereich“ anzusiedeln. Weiterlesen

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