Video Hörsaalspiel Ring the Bell

Das Hörsaalspiel Ring the Bell, Beschreibung im ZUM-Wiki (hier), sorgte vor vier Jahren für eine ausführliche Diskussion im Blog von Christian Spannagel (hier). Inzwischen liegen die Ergebnisse der Studierendenbefragungen und Interviews vor, auf deren Basis ein Leitfaden für den Einsatz von Spielen in der Vorlesung entwickelt wurde. Ein großer Kritikpunkt war damals die Wettbewerbsform des Spiels. Ich habe dieses Element beibehalten, jedoch Diskussionen in Kleingruppen vorgeschaltet, in denen diskret Verständnisprobleme gelöst oder Rechenwege erklärt werden können. Aufgrund der Befragungsergebnisse laufen nun außerdem nicht mehr einzelne Studierende mit ihrer Lösung zur Klingel, sondern die gesamte Kleingruppe. Letztlich kann nach der Diskussion in den Kleingruppen jedes Gruppenmitglied per Zufallsprinzip nach der Lösung gefragt werden und sicher antworten.

 

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Video Hörsaalspiel Divide and Fight

Gute Phasen muss man nutzen. Die Idee zu diesem Hörsaalspiel, nebst inhaltlichen Anregungen, findet sich ebenfalls im ZUM-Wiki der PH Heidelberg (hier). Es gibt sogar ein Video von Oliver Tacke, in dem die Durchführung des Spieles im  Hörsaal dokumentiert wurde (hier). Wie das Spiel didaktisch in die Vorlesung eingebettet wird, soll in diesem Kurzfilm erklärt werden:

PS: Inzwischen habe ich auch gerafft, wie das mit der CC-Lizenz funktioniert und all‘ meine Filmchen damit versehen. Macht also, was Ihr wollt und habt Spaß dabei! 🙂

Video Hörsaalspiel Reihenrotation

[Update 10.05.2017: Im Video wird nur das Element Bewegung genannt. Allerdings ist auch das Element Wettbewerb im Spiel enthalten.]

Vor ein paar Tagen habe ich aus dem ZUM-Wiki der PH Heidelberg und diesem Blog den überwiegenden Teil meiner Hörsaalspiele entfernt. Das hatte ich schon lange vor, weil die Spiele nicht den Ergebnissen der Untersuchung entsprachen. Nun arbeite ich weiter daran, die Spiele auch dem Leitfaden entsprechend anzupassen und – als Ergebnis der Audits – hier in Kurzform mit einem Video vorzustellen.

Das Original des Spiels Reihenrotation bleibt natürlich noch im Wiki erhalten (hier). Da es im Video Abweichungen vom Original gibt, kann man die beiden Versionen durchaus als Varianten betrachten, die zu weiteren Anpassungen an die eigene Situation im Hörsaal anregen sollen.

Vergleich der Audits

In den Interviews 18 bis 21 wurden vier Dozierende nach ihrer Meinung zum Leitfaden für den Einsatz von Spielen in der Vorlesung befragt (Zusammenfassung mit Kategorien und Subkategorien hier). Die Lehrenden aus verschiedenen Fachrichtungen und Hochschulen verfügen über Vorlesungserfahrung von 20 bis 40 Semestern. Die Gruppengröße der Lehrveranstaltungen variiert stark zwischen einem und 180 Studierenden. Read more »

21_IP_18_Doz12: Audit 4 – Die Theorie nicht vor dem Praxistest loben

Die bisherigen Audits führte ich in der Hoffnung durch, neben Erkenntnissen zum Leitfaden auch Dozierende (Doz) mit der Bereitschaft zur Durchführung von Spielen in der Vorlesung zu finden. So ein Praxistest der Handlungsanleitung wäre das Sahnehäubchen der Untersuchung, um eventuelle Schwachstellen zu finden, die in der Theorie möglicherweise übersehen wurden. Die Suche nach Testpersonen, die auch noch meinen Kritierien entsprechen sollten, war eine leidige Angelegenheit. Doz 9 wollte beispielsweise mit einem Hörsaalspiel seine Studierenden nicht bloßstellen, Doz 10 führte lediglich zwei Vorlesungen im Semester durch und bei Doz 11 wäre die Organisation (zB Beobachtung und Interview im Anschluss an die Lehrveranstaltung) unverhältnismäßig aufwändig gewesen. Ich wollte die Sache schon dem Hund geben, als mich der glückliche Zufall ereilte und meiner Arbeit eine schöne Wendung gab. Ein Hoch auf Simon Roderus und die Playgroup Heidelberg! Ich bekam also eine Mail von der zukünfigen Interviewperson (IP) und vor zwei Monaten durfte ich ein weiteres Gespräch zum Leitfaden mit Aussicht auf vier (!) Erprobungstermine mit anschließenden Interviews führen. Read more »

20_IP17_Doz11: Audit 3 – Keine Negativwerbung

Kontext. Die Interviewperson (IP) lehrt an einer Universität (§§2;18) im Fach Kieferorthopädie (§2) und verfügt über langjährige Lehrerfahrung von 32 Semestern (§§12;14). Die Gruppengröße der Vorlesungen umfasst ca. 50 Studierende (§44). Die IP engagierte sich lange Zeit in der Lehrplankommission des Bundesministeriums (§120), da demnächst die Lehre reformiert werden soll (§152). Der derzeitige Stopp der Lehrplanerneuerung durch das Ministerium (§120) führt jedoch bei der IP zum Verlust des Engagements in der Kommission (§120). Bemerkenswert ist, dass es zwar einen Lehrplan vom Bundesministerium gibt (§28). Es wird aber nicht kontrolliert, ob der Lehrplan von den Dozierenden umgesetzt wird (§30). Trotzdem hält sich die IP pflichtbewusst an die Vorgaben, jedoch in der Gewissheit, dass die Vorlesungen nicht immer gut bei den Studierenden ankommen (§26). Die Dozierenden gestalten die Vorlesungen an der Hochschule eigenverantwortlich und die IP stellt gestiegene Ansprüche an diese Art der Lehrveranstaltung fest (§144). Die Durchführung von Spielen in der Vorlesung fällt zunächst nicht auf, wenn bereits in Seminaren Spiele eingesetzt wurden (§144). Die Hochschule lobt regelmäßig einen Lehrpreis aus, den die IP wiederholt gewonnen hat (§146). Hochschulleitung und Kollegium reagieren äußerst positiv auf Spiele in der Vorlesung (§144). Read more »

19_IP16_Doz10 (3): Das Spiel als Störung

Das Interview ist nicht nur für das Audit zum Leitfaden (hier) wertvoll. Es bietet auch zahlreiche Informationen zur Durchführung von Spielen in der Vorlesung und den dazugehörigen Erfahrungen der Interviewperson (IP). Die Datenerhebung fand bereits im vergangenen Jahr, am 30.07. und 10. 08. 2016, statt. Aus verschiedenen Gründen wurde das Gespräch nicht mündlich geführt, sondern in der Art eines Fragebogens schriftlich aufgezeichnet. Vertiefende Fragen zu den gegebenen Antworten durften in einer zweiten Runde gestellt werden. Read more »

19_IP16_Doz10 (2): Audit 2 – Ausgewogene Kritik und konstruktive Anregungen

Kontext. Die Interviewperson (IP) verfügt über langjährige Lehrerfahrung von 20 Semestern (§4), ist methodisch experimentierfreudig (§36i) und an einer gewinnbringenden Vorlesung für alle Studierenden interessiert (§92). Die IP hat (Rollen-)Spiele in der eigenen Ausbildung erfahren, die ihr immer sehr gefielen (§90). Aus der methodischen Erfahrung, dass Übungen theorielastig sind und die Praxis zu lange Feebackschlaufen hat (§62), entwickelt die IP eigene Spiele (§36c), indem sie z.B. einen kreativen Umgang mit Spielvorlagen pflegt (§36f). Daraus folgt eine abwechslungsreiche Gestaltung der Vorlesung mit Übungen und Spielen (§6) sowie die Illustration theorielastiger Themenblöcke (§94). Die genannte Entwicklung eigener Spiele (§36c) unterstreicht neben weiteren Merkmalen (hier) den Status der IP als Experte für das Audit. Read more »

Int19_IP16_Doz10 (1): Ein Profi unter Experten

Nach dem ersten Audit (hier) musste ich den Expertenbegriff von Leo Roth (1977) genauer definieren, weil mir „Dozenten“ allein nicht mehr ausreichend für meine Fragestellung erschien. Die zukünftigen Expertinnen und Experten sollten nun neben didaktischen Kenntnissen auch verschiedene Methoden in ihren Vorlesungen anwenden und als Sahnehäubchen einen Hauch von Spielerfahrung besitzen. Solche Experten zu finden, dauert natürlich. Nach vier Monaten Suche traf ich jedoch auf einen Profi, der diese Ansprüche mehr als erfüllen konnte. Der Expertenstatus dieser Interviewperson (IP) trägt z. B. folgende Kennzeichen: Read more »

Int18_IP15_Doz9: Das erste Audit

Vor mehr als einem Jahr fand am 30. März 2016 das erste Audit zum Leitfaden für den Einsatz von Hörsaalspielen statt. Das 18. Experteninterview wurde ebenfalls mit der Grounded Theory ausgewertet. Read more »

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