Vergleich der Audits

In den Interviews 18 bis 21 wurden vier Dozierende nach ihrer Meinung zum Leitfaden für den Einsatz von Spielen in der Vorlesung befragt (Zusammenfassung mit Kategorien und Subkategorien hier). Die Lehrenden aus verschiedenen Fachrichtungen und Hochschulen verfügen über Vorlesungserfahrung von 20 bis 40 Semestern. Die Gruppengröße der Lehrveranstaltungen variiert stark zwischen einem und 180 Studierenden.

Jeweils zwei der vier Dozierenden haben bereits Erfahrung mit Spielen in der Hochschullehre bzw. nahmen an didaktischen Aus- bzw. Fortbildungen teil. Der Expertenstatus lässt sich bei drei Dozierenden auch an gegenseitigem Austausch über Spiele in der Lehre und kollegialer Zusammenarbeit erkennen. Auffällig ist jedoch der Grad der Interaktion zwischen Dozierenden und Studierenden. Während bei Doz9 und Doz11 sehr wenig Austausch während des Frontalvortrages stattfindet, setzen Doz10 und Doz12 auf ständiges gegenseitiges Feedback sowie den Einsatz von Audio-Response-Systemen. Oft wird als Hindernis für den Einsatz von Spielen der Zeitaufwand bzw. Zeitmangel von Dozierenden und Studierenden angegeben. Es gibt aber auch Hinderungsgründe wie fehlende Kenntnis von und fehlende Erfahrung mit der Methode sowie fehlende Risikobereitschaft oder fehlende Offenheit der Lehrenden gegenüber der Methode Hörsaalspiel. Während Doz9 und Doz11 Bedingungen wie Authentizität, regelmäßige Vorlesungen oder Änderung von Lehrplan bzw. Kursordnung an den Einsatz von Spielen knüpfen, gehen Doz10 und Doz12 völlig bedingungslos nach dem Motto: „Einfach machen!“ vor. Diese Lehrenden üben einschließlich Doz11 relativ wenig Kritik am Leitfaden, geben aber viele Anregungen. Während Doz9 beispielsweise Informationsbedarf anmeldet und Bedenken gegen den Einsatz von Spielen entwickelt, bewerten Doz10 und Doz11 die umfangreiche Handlungsanleitung als motivierend für die Durchführung von Hörsaalspielen. Diese sind war anschaulich, jedoch nicht gleichgut für alle Fächer geeignet. Deshalb wird von den Lehrenden angeregt, in einer kürzer gefaßten Handlungsanleitung weitere Spiele für verschiedene Fächer und unterschiedliche Kategorien mit gleichem formalen Aufbau sowie Illustrationen zu beschreiben.

Mehr Spiele, Varianten, Erfahrungsberichte usw. in einem kürzeren Leitfaden – das ist auf den ersten Blick natürlich ein Widerspruch, den ich schriftlich bisher nicht auflösen konnte. Als gute Lösung hingegen erscheint mir die Idee, Handlungsanleitung und Spiele in kurze Videos zu fassen und damit den Bedarf nach mehr Informationen mit wenig Zeitaufwand für die Lehrenden zu stillen.

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