Fehler beim Interview

Eine Interviewperson zu befragen ist wie einkaufen gehen und ein neues Gericht kochen. Man stürmt in den Laden, weiß, was man will und zu Hause fehlt trotzdem die Hälfte. „Dann schreib‘ Dir einen Einkaufszettel“, höre ich Oma sagen. „Mach‘ ich doch“, würde ich bockig antworten und gucke mir die Liste genau an. Es ist alles Wichtige ‚drauf und trotzdem bin ich mit den Zutaten nicht ganz zufrieden. Von einigen Sachen habe ich so viel vor mir liegen, dass ich theoretisch schon vor dem Kochen satt bin, von anderen Dingen ist noch zu wenig da. „Sei flexibel und lies‘ noch ‚mal das Kochbuch!“ – „Hab‘ ich schon hundertmal gemacht.“ – „Genau lesen; und zwar die richtigen Seiten!“ – „Orrrh…“ Ziemlich kleinlaut muss ich schließlich zugeben, dass ich einerseits viele gute Zutaten bekommen habe, andererseits im Laden nicht gefragt habe, was ich mit den zufälligen Beigaben (!) anstellen kann. Das ist ärgerlich, denn einige Geschäfte sind bereits weitergezogen und ich muss mir für den nächsten Einkauf mühsam eine neue Verkaufsstelle suchen. Dort haben die Verkäuferinnen und Verkäufer bereits mein Mitgefühl, denn auf meiner Einkaufsliste stehen nicht mehr nur die Zutaten, sondern gleich daneben auch immer die Fragen, was und wie genau ich jeweils damit kochen kann. Mal probieren, wie das Gericht jetzt schmeckt…

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