1986

Aus meiner Vorlesungsmitschrift im Fach Psychologie (Prof. Dr. Engel) vom 18. 11. 1986 an der EMAU Greifswald mit dem Thema: „Das Spiel“.

„Das Spiel recht erkannt und gepflegt öffnet dem Kinde den Blick in die Welten, für die es erzogen werden soll und entwickelt es dafür“. F. Fröbel

Tätigkeit ist immer Exteriorisation (Entäußerung) und Interiorisation (Verinnerlichung). In Abhängigkeit von der Absicht ergeben sich drei Haupttätigkeiten.

  1. Die Exteriorisation ist Ziel (Absicht) der Tätigkeit: Arbeit (nicht nur körperlich!, z. B. Diktatschreiben, Sportwettkampf).
  2. Die Interiorisation ist Ziel der Tätigkeit: Lernen (Feilen am Schraubstock).
  3. Weder Exteriorisation noch Interiorisation ist eigentlich Ziel der Tätigkeit, es dominiert die Freude am Tätigsein: Spiel.

Beispiel: Der Sportler – läuft = lernen, – im Wettkampf = arbeiten,  – nach dem Training beim Ballspiel = spielen.

Spiel ist die Haupttätigkeit im Vorschulalter, endet nicht in der Schule.

3 Spielarten

  1. Funktionsspiele: schulen Körperfunktionen, erstes Spielzeug: Klapper/Experimentierspiele: Klötzer, Bausteckkästen, Pyramiden
  2. Funktions- und Rollenspiele: alles aus der Umwelt wird gespielt, Vater-Mutter-Kind/Rezeptionsspiele: über Sinnesorgane aufgenommen, Kasperletheater, Märchen erzählen/Regelspiel: Mensch-ärgere-dich-nicht (Beherrschung, Unterordnung).
  3. Konstruktionsspiele: Stabilbaukasten, Puzzle.

Schulkind: Haupttätigkeit = Lernen, Funktion des Spiels:

  • Spiel behält Einfluß auf Persönlichkeitsentwicklung als Beitrag zur Lebensfreude
  • Spiel als Anwendung und Festigung des Wissens („Schule spielen“, „Stadt-Land-Fluß“)
  • Einfluß auf soziale Entwicklung/Beziehung
  • Zugkraft des Spiels als Mittel (erst lernen –> spielen) Spiel als Ausgleich zum lernen/bewegungsmäßig, kontrastmäßig –> Tätigkeit, Ausgleich zur Reglementierung im Unterricht)“

Warum ich hier eine Mitschrift abschreibe? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass in dieser Vorlesung, immerhin mit dem Thema „Spiel“, gespielt wurde… Original, mit Klick vergößern: 😉

VLPsychEngelSpiel1986

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2 comments so far

  1. cspannagel on

    Hast du die Mitschrift zufällig gefunden, oder hast du dich tatsächlich daran erinnert?

  2. Kristina Lucius on

    Zufall: Ursprünglich wollte ich wissen, ob ich im Studium jemals etwas von Maslow gehört habe, ich es also hätte wissen müssen. Vielleicht wird dadurch auch das Problem deutlich: wenn ich mitschreibe, kann ich vielleicht dem Gesagten zuhören. Aber, kannst Du beim zuhören und schreiben auch noch mitdenken?


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